| Jahrelang galt
folgende Regel für die Herausgeber von Calling Cards:
Umso höher die Handelsmarge und umso niedriger
die Tarife,
desto größer war die Nachfrage bei Händlern
und Kunden.
Dieser Regel folgend werden Calling Cards inzwischen mit Handelsmargen
von bis zu 50% gehandelt, von denen der Endkunde bei einer
Vielzahl von Shops 30% - 40 % bekommt. Viele Verkaufsstellen
bieten demzufolge Calling Cards mit einer Wertbezeichnung
von 5 Euro bereits für 3 Euro bis 3,50 Euro an.
Die Höhe der Handelsmargen und die sagenhaft günstigen
Tarife sind allerdings nur durch den Gebrauch versteckter
Abrechnungsmethoden (Verbindungsgebühren, Taktung, Servicegebühren
sowie Gültigkeitsdauer) möglich.
Derzeit gilt für fast alle
Calling Cards in Deutschland:
1. Der Kunde telefoniert weit kürzer als auf Plakaten
und Ansagen angekündigt wird.
2. Der Kunde kann nicht mehr nachvollziehen, welche Gesprächsdauer
mit welcher Calling Card möglich ist.
Ein Teil der Kunden nimmt die zusätzlichen Abrechnungsmethoden
gerne in Kauf, solange er dafür auf diese Karten hohe
Endkunden-Rabatte bekommt und die Tarife besonders niedrig
angesetzt sind.
Ein anderer Teil der Kunden wendet sich allerdings frustriert
von Calling Cards ab und nutzt andere Möglichkeiten der
Telefonie (z.B. Call Shops, Call-by-Call, Pre-Selection,...).
Die Herausgeber und Händler von Calling Cards stellen
an ihren Umsätzen zwar fest, dass sie immer weniger Calling
Cards verkaufen, können diesen Trend allerdings nicht
stoppen. Kunden können die „sauberen“ Karten,
die keine Zusatzkosten enthalten, nicht von den anderen unterscheiden
und verzichten so lieber gleich auf den Kauf. |